Verarschen kann ick mir alleene …
Drei, vier Mal ‚klingelte’ es in den letzten Wochen an der Haustür, und wenn ich die Tür öffnete, war keiner da. So, so, da haben wohl wieder die kleinen Jungdamen der Nachbarschaft das getan, was wir in Köln „Mäuschen spielen” nennen. Dann wieder dieses eigentümliche Geräusch, das meine edle, teure, aus England stammende Türklingel macht, weil sie ein reines Gebimmel nicht kann oder nie gelernt hat: Sie produziert ein zartes kratziges, nicht unangenehmes Schnarren. Treppe runter, Tür auf, keiner da. Siehe da.
Neulich schau ich morgens früh durch die Klappe in meiner Haustür nach draußen, ob und wie nass es denn wohl sei, wg. Schuhwahl. Da geht die Haustürklingel wieder! Allerdings nicht hinter mir an der Wand, dort wo ich sie montiert habe, sondern im sorgfältig gestutzten Forsythien-Gesträuch des Nachbarn, gleich neben meinem Mülltonnenhäuschen. Ha, erwischt, Frau Krähe, bitte mein Lachen nicht als Beleidigung empfinden! Die intelligenten Biester können nicht nur einen schlampig gefüllten Mülltonneninhalt auf einige Quadratmeter verteilen, Handys nachmachen, Schoßhündlein zu Tode erschrecken, sich einen lebenden Maulwurf zu dritt teilen, nein, nicht nur. Nun sollte ich wohl meine Türklingel neu stimmen lassen.







